Google-Fonts-Check
Lädt deine Seite Schriften, Karten oder Skripte von fremden Servern, bevor ein Besucher zugestimmt hat? Dann geht seine IP-Adresse dorthin mit. Der Check sagt dir in Sekunden, wer alles mitliest.
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Häufige Fragen
Warum sind extern eingebundene Google Fonts ein Problem?
Weil bei jedem Seitenaufruf die IP-Adresse deines Besuchers an Google in die USA übertragen wird, bevor irgendjemand zugestimmt hat. Nach dem revidierten Schweizer Datenschutzgesetz (revDSG, in Kraft seit 1. September 2023) ist eine IP-Adresse ein Personendatum. Du brauchst dafür also eine Rechtsgrundlage und musst die Bekanntgabe in der Datenschutzerklärung nennen. Ein Schweizer Gerichtsurteil dazu ist mir nicht bekannt, die Pflicht besteht trotzdem.
Ich habe auch deutsche Kunden. Was gilt dann?
Sobald du Personen in der EU ansprichst oder deren Verhalten beobachtest, gilt zusätzlich die DSGVO, und dort ist die Lage schärfer. Das Landgericht München I hat am 20. Januar 2022 einem Websitebesucher 100 Euro Schadenersatz zugesprochen, weil eine Seite Google Fonts extern eingebunden hatte (Az. 3 O 17493/20). Danach sind in Deutschland Tausende Abmahnschreiben verschickt worden. Wer aus der Schweiz auch nach Deutschland verkauft, sollte das nicht ignorieren.
Was ist die Lösung?
Die Schriften herunterladen und vom eigenen Server ausliefern. Das dauert eine halbe Stunde, kostet nichts, braucht kein Cookie-Banner und ist meistens sogar schneller, weil eine Verbindung zu einem fremden Server wegfällt.
Was prüft der Check genau?
Den HTML-Quelltext der aufgerufenen Seite und bis zu fünf davon verlinkte Stylesheets. Gesucht wird nach Google Fonts, Analytics, Google Ads, Meta-Pixel, YouTube-Einbettungen, Google Maps, fremden CDNs und externen Schriftdiensten. Zusätzlich werden alle übrigen fremden Server aufgelistet, die beim Laden kontaktiert werden.
Zählen normale Links auf andere Seiten auch?
Nein. Ein Link überträgt nichts, solange niemand darauf klickt. Gezählt wird nur, was beim Laden der Seite automatisch abgerufen wird: Skripte, Bilder, Stylesheets, Schriften, eingebettete Videos und Karten.
Der Check findet nichts. Ist die Seite damit sauber?
Für das, was im Quelltext steht, ja. Was erst später per JavaScript nachgeladen wird, sieht dieser Check nicht. Ein Cookie-Banner, das nach der Zustimmung Dienste nachlädt, taucht hier also nicht auf. Genau so soll es auch sein.